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Digitalisierung ist Thema 2022

Im Koalitionsvertrags der neuen Regierung von SPD, Grünen und FDP wird die Digitalisierung als eine zentrale Herausforderung für Deutschland beschrieben, die „die Art und Weise wie wir wirtschaften, arbeiten und miteinander kommunizieren“ verändere. Um dieser und weiteren Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Corona-Pandemie zu begegnen, soll der Staat modernisiert werden. Damit staatliches Handeln schneller und effektiver wird und es auch besser auf künftige Krisen vorbereitet ist, möchte die Ampel-Koalition vor allem die „umfassende Digitalisierung der Verwaltung“ vorantreiben:

„Es geht darum, das Leben für die Bürgerinnen und Bürger leichter zu machen. Wir werden die öffentliche Infrastruktur, öffentliche Räume und Netze modernisieren und dafür Planung, Genehmigung und Umsetzung deutlich beschleunigen.“

Damit die Verwaltung „agiler und digitaler“ wird, soll sie konsequent die Nutzungsperspektive mitdenken und im öffentlichen Dienst soll die Digitalisierung zu einem „allgemeinen und behördenübergreifenden Kernbestandteil der Ausbildung“ werden. Für die Digitalisierung auf allen Ebenen wird zudem ein verlässlicher Pakt mit den Ländern zur Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung angestrebt. Die IT-Schnittstellen zwischen Bund und Ländern sollen zudem standardisiert und eine Cloud der öffentlichen Verwaltung aufgebaut werden; bei öffentlichen IT-Projekten sind künftig offene Standards die Maßgabe.

Es versteht sich von selbst, dass da die Wirtschaft mit ihren Angeboten und Dienstleistungen nicht nachstehen darf. Da gilt es sich frühzeitig zu orientieren, um zu einem relevanten Mitspieler – auch für öffentliche Auftraggeber – zu bleiben oder zu werden. Da wird vom Verbraucher künftig erwartet, dass sich zum Beispiel nicht nur Behördentermine sondern auch Termine beim Friseur, bei Ärzten, Anwälten und sonstigen privaten Dienstleistern digital vereinbaren lassen.